19. Innovationspreis Thüringen 2016 verliehen

Fünf Spitzenentwicklungen und ein Unternehmer mit dem wichtigsten Thüringer Wirtschaftspreis ausgezeichnet

(Weimar, 23.11.2016) Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee hat heute in Weimar gemeinsam mit der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT), dem TÜV Thüringen und der Ernst-Abbe-Stiftung den „XIX. Innovationspreis Thüringen 2016“ verliehen. Von den 92 Bewerbern wurden fünf Spitzenentwicklungen und ein Unternehmer ausgezeichnet. Das Thüringer Wirtschaftsministerium stellt das Preisgeld in Höhe von insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung.

„Unsere Innovationsstrategie unterstützt gezielt Akteure aus Unternehmen und Forschung bei ihren innovativen Projekten, denn Thüringen als Wissenschafts- und Technologiestandort kann von einem solchen Engagement nur profitieren“, betonte Tiefensee. Bis 2020 stelle das Land dafür mehr als 200 Millionen Euro aus Landesmitteln sowie dem EFRE-Strukturfonds zur Verfügung.  Zudem lobte Tiefensee: „Die Preisträger mit Ihren Lösungen sowie die Vielfalt und Kreativität der insgesamt eingereichten Beiträge ist auch in diesem Jahr wieder beeindruckend. Sie zeigen, welches Innovationspotenzial in den Thüringer Unternehmen des Mittelstandes und Handwerks steckt.“

Als eine der bundesweit höchstdotierten Auszeichnungen in diesem Bereich wird der Innovationspreis Thüringen bereits zum 19. Mail vergeben. Ziel des Innovationspreises ist es, Forschungsexzellenz und Innovationskraft zu Tage zu bringen und zu würdigen, aber auch den Unternehmen eine Art Starthilfe bei der Vermarktung zu geben und zur Entwicklung innovativer Produkte zu ermuntern. Der Preis wird in den Kategorien „Tradition & Zukunft“, „Industrie & Material“, „Digitales & Medien“ sowie „Licht & Leben“ vergeben. Mit dem „Sonderpreis für junge Unternehmen“ werden die innovativen Potenziale von Start-up-Unternehmen unterstützt. Bei der Preisvergabe entscheidet die Jury nach mehreren Kriterien. Dazu zählen Innovationsgrad, unternehmerische Leistung, Funktionalität, Gebrauchswert und wirtschaftlicher Erfolg. Außerdem müssen die Wettbewerbsbeiträge bereits auf dem Markt eingeführt sein oder in Kürze auf den Markt kommen und Aussicht auf eine erfolgreiche Etablierung haben. Weitere Voraussetzung ist, dass die vorgestellte Innovation überwiegend in Thüringen entwickelt und gefertigt wurde.


Die Preisträger des Thüringer Innovationspreises 2016 sind:

•    Kategorie „TRADITION & ZUKUNFT“ (dotiert mit 20.000,00 €): Feinmess Suhl GmbH für das den digitalen Anforderungen angepasste Digitalpassameter. - Passameter dienen zur Messung von hochgenauen, meist zylindrischen Bauteilen und werden vor allem bei der Überprüfung von Fertigungstoleranzen im Mikrometerbereich genutzt. Das neue Digitalpassamter ist ein bisher weltweit einzigartiges Vergleichsmessinstrument mit integriertem Messsystem. Neben vielen Detailverbesserungen überzeugte die Jury vor allem die Integration des Sonsors und der Anzeige in das Gerät einerseits und die räumliche Trennung der beiden Funktionen andererseits.

•    Kategorie „INDUSTRIE & MATERIAL“ (dotiert mit 20.000,00 €): MRB Automation GmbH aus Ilmenau für ein Scheinwerfer-Justagesystem – Bisherige LED-Scheinwerfer nutzen mechanische Aktoren einer einzelnen, steuerbaren LED-Zeile, die lediglich die Dynamik des Fernlichts erlauben. Der vom Licht- und Elektronikexperten HELLA entwickelte Matrix-Scheinwerfer besteht aus einer dreizeiligen Technik mit 84 einzeln ansteuerbaren Pixeln und ermöglicht eine variable Lichtverteilung. Der für den Wirkungsgrad des Scheinwerfers entscheidende Fertigungsschritt ist die hochgenaue Fügung von Lichtquellmodul und LED-Rastermodul. Die MRB Automation GmbH entwickelte ein Justagesytem, dem erstmalig ein automatisierter Prozess beide Bauteile optimal zueinander ausrichtet. Dem Unternehmen ist es gelungen, in der Serienproduktion dieser Weltneuheit einen der technologisch anspruchsvollsten Fertigungsschritte erfolgreich zu automatisieren.

•    Kategorie „DIGITALES & Medien“ (dotiert mit 20.000,00 €): Software Service John GmbH aus Ilmenau für die Planungssoftware VIS-All® 3D Trassenentwurf. - Ziel einer Vorplanung von Eisenbahnstrecken und Straßen ist es, die optimale Trasse in Bezug auf Kosteneffizienz, Bauzeit und anderen Gesichtspunkten, aber auch unter Berücksichtigung der Belange der Bürger zu finden. Das Software-Tool der Software Service John GmbH bietet eine einmalige Kombination aus Planung, interaktiver 3D-Visualisierung sowie Mengen- und Kostenberechnung. Das Ergebnis der Vorplanung steht einerseits allen Beteiligten direkt und sehr anschaulich zur Verfügung und bietet die Möglichkeit, vorgeschlagene Änderungen direkt live im Projekt umzusetzen. Andererseits lassen sich Fehler in einem sehr frühen Stadium des Planungsprozesses erkennen und beheben.

•    Kategorie „LICHT & LEBEN“ (dotiert mit 20.000,00 €): Alere Technologies GmbH (Jena) für eine molekulare Diagnostik-Plattform. – Das Unternehmen hat eine Plattform für diagnostische Tests entwickelt, die in unmittelbarer Patientennähe, am so genannten Point-of-Care, durchgeführt werden können. Das prämierte System besteht aus einem voll automatisierten Analysegerät und dazugehörigen Kartuschen, in denen die komplette Testdurchführung einschließlich der Probenvorbereitung autonom und ohne weitere Nutzerinteraktion ablaufen. Damit können Fehler bei der Testdurchführung vermieden und das Risiko von Kontaminationen gesenkt werden. Die patentierte Technologie ermöglicht den Nachweis von Erregern wie HIV, Ebola oder Influenza, kann aber auch beim Nachweis von Resistenzen gegen Medikamente verwendet werden.

•    „SONDERPREIS FÜR JUNGE UNTERNEHMEN“ (dotiert mit 20.000,00 €): Auf der Grundlage einer patentierten Technologie zur optischen 3D-Vermessung entwickelten die Gründer der EnShape GmbH, einer Ausgründung aus der Friedrich-Schiller- Universität Jena. einen optischen 3D-Sensor, um komplexe Bauteile schnell und präzise zu vermessen. Diese Sensoren ermöglichen bisher unerreicht kurze Messzeiten bei gleichzeitig hoher Messpräzision.

•    Mit dem „Ernst-Abbe-Preis für innovatives Unternehmertum“ wurde zudem Herr Dr. Olaf Kiesewetter, Geschäftsführer UST Umweltsensortechnik GmbH aus Geschwenda für seine Verdienste um den Wissenschafts- und Technologiestandort Thüringen geehrt. Einst mit 5 Mitarbeitern gestartet, ist das Unternehmen heute ein international agierendes, anerkanntes und erfolgreiches mittelständisches Unternehmen auf dem Gebiet der keramischen Sensorik. Als einer der größten Arbeitgeber der Region beschäftigt es aktuell rund 140 Arbeitnehmer.



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Ansprechpartner

Kerstin Heimann

Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT)
Peterstraße 1 | 99084 Erfurt

Fon: +49 (0)361 78923-10
Fax:  +49 (0)361 78923-46

Mail: kerstin.heimann(at)stift-thueringen.de

Gemeinschaftliche Träger des Innovationspreises Thüringen sind:

Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft
Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT)
TÜV Thüringen
Ernst-Abbe-Stiftung
Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT)